Donnerstag, 26. März 2009

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"Das Schloß ohne Namen"

Altairs Schicksal

Altairs Schicksal

Als Altair nun seinem schlimmsten Gegner gegenüber stand,
dachte er für einen kurzen Moment an das entscheidenste
Erlebnis seiner Kindheit und obwohl diese Erinnerung
nur einige Sekunden andauerte, kam es ihm beinahe wie eine
Ewigkeit vor.

Er sah sich, flüchtend durch die Stadt Masyaf rennen.
Flüchtend vor dem Obsthändler gefolgt von den Stadtwachen.
plötzlich sah er vor sich eine Menschenmenge, während
seine Verfolger verdächtig näher rückten.
Er versteckte sich in der Menschenmenge und hoffte, dass
ihn die Wachen nicht beim Hineinlaufen gesehen hatten.
Aus seinem Versteck konnte er beobachten wie ein Mann,
der in eine weiß bis blaugraue Kutte gekleidet war, eine der
Wachen scheinbar mit seinem Handgelenk erstach, um so die
Aufmerksamkeit der Wachen von Altair auf ihn zu lenken,
auf eines der vielen Häuser kletterte und verschwand.
Die Wachen folgten ihm zwar auf das Dach, jedoch war der
seltsame Mann mit der Kutte schon längst verschwunden.

Auch im weiteren Verlauf seines Lebens begegneten ihm
immer mehr dieser Männer in Kutte.
fast so als würden sie ihn beobachten.
Eines Tages wagte sich Altair einen dieser Männer zu
verfolgen.
Dieser führte ihn auf direktem Weg zum höchsten Punkt von
Masyaf, wo Altair plötzlich vor einem großen Tor einer
großen, mächtigen Festung stand.

Plötzlich öffnete sich das Tor mit einem lauten Knarren
und ein alter Mann mit einerschwarzen Samtrobe trat aus
der Festung.
Sein faltiges, zeitgezeichnetes Gesicht war zur Hälfte mit
einem grauweißen, mittellangen Bart bedeckt.
Er kam genau auf Altair zu und blieb direkt vor ihm stehen,
doch Altair rannte nicht weg.
Er hatte keine Angst.
Dieser Mann strahlte etwas vertrautes aus.

Er sprach zu Altair:"Wilkommen Altair".
Seine Stimme klang tief, alt und kratzig, als wenn er längere
Zeit nicht gesprochen hätte.
"Komm herein", "Wir haben dich erwartet", hallte seine Stimme
durch den mächtigen Torbogen.
"Woher kennt ihr meinen Namen?", fragte Altair erstaunt.
"Ich weiss mehr über dich als du zu denken vermagst",
antwortete der Mann in schwarz.
"Wer seid Ihr?", fragte Altair während er durch das mächtige
Tor trat.
"Mein Name ist Al Mualim".

Altair stockte der Atem als er das Innere der Festung sah.
es war fast wie eine Druckwelle die beim Eintreten mit
voller Kraft auf ihn einschlug.
Sie sah im Inneren noch deutlich größer und majestätischer
aus als von außen.
In der einen Ecke standen ein paar Männer und trainierten
den Schertkampf.
In der anderen Ecke ein paar KinderUngefähr im selben Alter
wie Altair.

Al Mualim trat auf eine höher gelegene Terrasse.
"Wir sind der Orden der Assassinen".
"Wir kämpfen für Frieden... in allen Dingen".
Diese Worte schwirrten Altair noch einem Moment im Kopf herum.
Nachdem sie verflogen waren fühlte er sich stark genug,
seinen Wiedersacher zu erlegen.